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| 22.08.2005 - Neonaziaufmarsch erfolgreich gestört |
| Geschrieben von: 23 |
| Kategorie: |
Sonstiges |
Neonaziaufmarsch erfolgreich gestört
Nach dem das Bundesverfassungsgericht den Rudolph Hess „Gedenkaufmarsch“ in Wunsiedel, an dem jährlich mehrere tausend Neonazis aus ganz Europa teilnehmen, verboten hatte suchten sich die Nazis neue Veranstaltungsorte.

Antifa- Spontandemo am Abend in Nürnberg - Antifa Demo in Wunsiedel (beides 20. August)
Neben Magdeburg und in Berlin wurde auch in Nürnberg ein Aufmarsch angemeldet.
Anders als die Stadtverwaltungen der beiden ersten Städte verbot die Stadt Nürnberg die von der NPD als Wahlkampfveranstaltung getarnte Ersatzveranstaltung.
Doch sowohl das Verwaltungsgericht in Ansbach als auch der Verwaltungsgerichtshof München hoben das Verbot der Stadt auf und genehmigten die vom NPD- Vorsitzenden Udo Voigt angemeldete Wahlkampfveranstaltung in Nürnberg.
Angekündigt hatte die NPD 1000-1500 Leute die unter dem Motto „Arbeit für Deutsche - keine Stimme den Kriegsparteien“ aufmarschieren sollten.
Die durch das Verbot entstandene Hoffnung das die Stadt sich nun mal wieder aktiv gegen die Nazis wehrt wurden zerstört als bekannt wurde das OB Maly zu einer Kundgebung an der Lorenzkirche aufruft an der auch Günther Beckstein sprechen sollte.
Da sich die Nazis hinter dem Hauptbahnhof sammelten war die Stadt mal wieder weit ab vom Geschen.
Alles weiter in der Pressemitteilung in des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Nürnberg (AAB)
Aufmarsch der NPD konnte nicht stattfinden.
Der Ganztägige antifaschistische Protest gegen die NPD Kundgebung fand seinen Abschluss in einer Spontandemonstration.
Aufgrund des Verbotes des Rudolf Heß „Gedenkmarsches“ in Wunsiedel meldete die NPD Anfang dieser Woche eine als Wahlkampfauftakt getarnte Ersatzveranstaltung an. Nachdem das Verbot der Stadt Nürnberg durch die Gerichte aufgehoben wurde versammelten sich am Samstag Mittag ca. 500 (laut Bullen PM 350) Neonazis am Nelson-Mandela-Platz.
Aufgrund des massiven Protestes vor Ort, zu dem das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg aufgerufen hatte, konnte die Polizei nur eine stationäre Kundgebung durchsetzen. Die Neonazis standen deshalb völlig von der Öffentlichkeit isoliert hinter dem Hauptbahnhof. Einzig wahrnehmbar für die NPD-Anhänger war der Protest der AntifaschistInnen, die ihnen und ihrer menschenverachtenden Hetze eine deutliche Absage erteilten.
Nachdem die Neonazis ihre Kundgebung beendet hatten, führten die anwesenden AntifaschistInnen eine Spontandemonstration durch, an der sich ca. 300 Personen (laut Bullen PM 400) aus verschiedenen Städten beteiligten. Die lautstarke Demonstration lief vom Aufseßplatz über den Plärrer nach Gostenhof. Mit zahlreichen Sprechchören äußerten die TeilnehmerInnen ihren Unmut über die etwa 25 Gewahrsamnahmen von AntifaschistInnen durch die Polizei.
Das Antifaschistische Aktionsbündnis wertet die antifaschistischen Aktivitäten vor dem Hintergrund der nur zweitägigen Mobilisierungszeit als Erfolg.
„Die neofaschistische NPD konnte in Nürnberg auch heute nicht ungestört ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten. Es ist wichtig, überall dort wo Nazis versuchen offen oder verdeckt zu agitieren, ihnen entschlossen entgegenzutreten.“ so Martin Häberlein, Sprecher des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Nürnberg. Das Bündnis kündigte an, auch in Zukunft gegen Neofaschismus und dessen gesellschaftliche Wurzeln vorzugehen
Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg
Insgesamt ein erfolgreicher Tag für die Antifa:
Der Naziaufmarsch in Nürnberg konnte verhindert werden und in Wunsiedel setzten 2200 AntifaschistInnen ein klares Zeichen bei einer bundesweiten Demonstration unter Demo Motto "Gegen deutsche Opfermythen - NS-Verherrlichung stoppen".
www.schulstreik.org
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