Nürnberg: 200 bei Auschwitz Gedenktag
200 Leute gedachten am Gedenktag zur Befreiung vom KZ Auschwitz der Opfer.
Schülerbündnis problematisiert den Auftritt des OB Maly und fordert ihn zum aktiven Handeln gegen Neonazis auf.

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Am 27.01.05 dem Gedenktag zur Befreiung vom KZ Auschwitz, gedachten bei einer Veranstaltung des „Bündnis gegen Rechts – Nie wieder Faschismus in Nürnberg“ 200 Menschen den Opfern. Das Schülerbündnis nahm an dem Gedenken am Platz der Opfer des Faschismus teil.
Schon im Vorfeld problematisierte das Schülerbündnis den Auftritt von OB Maly auf dieser Gedenkveranstaltung. In seiner Rede betonte OB Maly, dass man auch in der heutigen Zeit nicht wegschauen darf, sonder aktiv gegen Neonazis handeln müsse. Im Widerspruch dazu machte sich Maly beim letzten Naziaufmarsch am 6.12.03 für ein „aktives Ignorieren“ stark.
Das Schülerbündnis hält „aktives Ignorieren“ für das falsche Mittel um rechtsradikales Gedankengut zurückzudrängen und antifaschistische Positionen zu stärken. „Eine Lehre der Geschichte ist, dass durch Ignorieren Neonazis ihre menschenverachtende Ideologie ungestört Verbreiten könne,.“ sagte Sebastian Giseler vom Nürnberger Schülerbündnis. Die Nazis kamen 1933 unter anderem dadurch an die Macht, dass weite Teile der Bevölkerung weggeschaut haben, so Giseler weiter.
Seit dem Bestehen des Schülerbündnisses ist antifaschistische Arbeit ein Schwerpunktthema. Das Schülerbündnis beteiligte sich in der Vergangenheit aktiv an Protestaktionen gegen Naziaktivitäten. Zuletzt am Samstag den 15.1.05, als sich ca. 50 Neonazis vor der Lorenzkirche versammelten.
Das Schülerbündnis forderte deswegen OB Maly auf, von seiner Politik des „aktiven Ignorierens“ abstand zu nehmen, gegen Nazis vor zu gehen und antifaschistische Gruppen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
www.schulstreik.org
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